So steht das 2-3-1
Vor dem Torwart teilen sich zwei Verteidiger die Breite des Platzes. Im Mittelfeld steht ein Zentraler zwischen zwei Außenspielern, vorne spielt ein einzelner Stürmer. Drei klare Linien hintereinander: Jeder Spieler weiß, wer vor ihm, hinter ihm und neben ihm steht.
Die drei Mittelfeldspieler sind das Herz des Systems. Der Zentrale verbindet die Verteidiger mit dem Stürmer, die beiden Außen sind gleichzeitig Außenverteidiger und Flügelspieler: Sie verteidigen ihre Seite und greifen über sie an. Mit den Verteidigern bilden sie eine Raute durch die Mitte, und genau diese Form gibt dem 2-3-1 seine Passwege.
Stärken des 2-3-1
- Leicht zu verstehen. Drei Linien und eine Aufgabe für jeden: Kinder lernen schnell, wo sie stehen sollen.
- Ausgewogen. Zwei Spieler bleiben immer hinter dem Ball, drei helfen in beiden Phasen und einer bleibt vorne. Die Mannschaft ist nie komplett im Angriff oder komplett in der Abwehr.
- Kontrolle der Mitte. Gegen ein 3-2-1 haben die drei Mittelfeldspieler einen Mann mehr, und die Raute im Zentrum bietet immer zwei Anspielstationen.
- Breite. Die Außenspieler machen das Feld breit und können ins Eins-gegen-eins gehen.
- Wächst mit den Spielern. Mit einem Verteidiger und einem Stürmer mehr wird daraus das 3-2-3 im 9 gegen 9, mit elf Spielern das 4-3-3.
Schwächen des 2-3-1
- Die Außen laufen viel. Wenn sie nicht zurückkommen, steht ein Verteidiger allein gegen den gegnerischen Flügelspieler und den Stürmer.
- Nur zwei hinten. Gegen zwei Stürmer, etwa ein 3-1-2, wird jeder Fehler zum Eins-gegen-eins mit dem Torwart.
- Ein einsamer Stürmer. Die Neun bekommt den Ball oft mit dem Rücken zum Tor gegen zwei Verteidiger und muss ihn halten, bis das Mittelfeld nachrückt.
- Lücken zwischen den Verteidigern. Wenn ein Verteidiger herausrückt, öffnet sich hinter ihm Raum, sofern der andere Verteidiger und der Zentrale nicht absichern.
Varianten des 2-3-1
- 2-1-2-1: Der Zentrale spielt tiefer, die beiden Außen höher und näher am Stürmer. Offensiver, mit denselben Verteidigern.
- 3-2-1 gegen den Ball: Ein Außenspieler lässt sich neben die Verteidiger fallen, der andere rückt ein. Eine gute Antwort gegen Mannschaften mit zwei Stürmern.
- Rotierende Außen: Im Kinderfußball tauschen viele Trainer Außenspieler und Verteidiger zur Halbzeit, damit alle verteidigen und angreifen lernen.
So spielt man gegen ein 2-3-1
Das 2-3-1 hat Probleme, wenn seine Außenspieler hinten festgenagelt sind und die beiden Verteidiger zu viel Raum abdecken müssen. Die häufigsten Antworten:
- mit zwei Stürmern spielen (3-1-2 oder 2-1-2-1 mit einem Paar vorne), damit es vorne zwei gegen zwei gegen die Verteidiger steht;
- schnell von einer Seite auf die andere verlagern, damit der ballferne Außenspieler über den ganzen Platz zurücklaufen muss;
- den Zentralen anlaufen: ohne ihn müssen die Verteidiger lang schlagen;
- hinten mit drei Spielern absichern (3-2-1), damit der einzelne Stürmer nie ins Eins-gegen-eins kommt.
So trainiert man das 2-3-1
Fang mit den Dreiecken an: Verteidiger, Außenspieler und Zentraler auf jeder Seite. Ein Rondo mit vier außen und ein oder zwei in der Mitte bringt dem Zentralen bei, sich anzubieten, und dem Außenspieler, sich breit zu machen. Danach lernen die Verteidiger das Verschieben: Der ballnahe rückt heraus, der andere sichert die Mitte und der Zentrale füllt die Lücke.
Zum Schluss Spielformen: 3 gegen 3 auf vier Minitore für Breite und Spielverlagerung, 1 gegen 1 für die Außenspieler. Zeichne jede Übung auf der Taktiktafel, animiere sie und schick sie in die Elterngruppe oder druck sie für die anderen Trainer aus.
Positionen im 2-3-1
| Position | Aufgabe im 2-3-1 |
|---|---|
| TW · Torwart | Spielt mit dem Fuß als erste Anspielstation und ist bereit, hinter die beiden Verteidiger herauszulaufen, die viel Raum verteidigen. |
| LV, RV · Verteidiger | Gehen beim Spielaufbau breit und verteidigen je eine Seite: Der ballnahe rückt heraus, der andere sichert die Mitte. |
| LAV, RAV · Außenspieler | Verteidigen und greifen über die ganze Seite an: Sie geben Breite, gehen ins Eins-gegen-eins und helfen dem Verteidiger hinten aus. |
| ZM · Zentraler Mittelfeldspieler | Verbindet Abwehr und Angriff, bietet sich zwischen den Linien an und lässt sich beim Spielaufbau zwischen die Verteidiger fallen. |
| MS · Stürmer | Behauptet den Ball mit dem Rücken zum Tor, legt auf die Mittelfeldspieler ab und läuft als Erster die Verteidiger an. |
